direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Herzlich Willkommen!

Herzlich willkommen auf den Webseiten des Fachgebiets Biopsychologie und Neuroergonomie.

Besuchen Sie unser Labor

Lupe

Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen finden eine Vielzahl spannender Experimente statt

TEDx Talk | Prof. Dr. Klaus Gramann

Lupe

Imaging Human Brain Activity in Motion | Prof. Dr. Klaus Gramann | 9. Juni 2017

Aktuelle Informationen aus dem Fachgebiet

Transfer des BASE-Programms in das Setting Krankenhaus und ambulante Pflege

Im Rahmen des Projekts sollen drei ambulante Pflegeinrichtungen und ausgewählte Abteilungen in drei Krankenhäusern im Großraum Berlin betreut werden.

In den Einrichtungen wird ein auf die Bedürfnisse der Institution abgestimmtes Präventionsprogramm implementiert, welches ein Setting orientiertes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und zugehörige Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) integriert.

Diese Maßnahmen umfassen vornehmlich die Handlungsfelder Bewegung, Ernährung und Entspannung, die jedoch auch auf die Besonderheiten und Bedürfnisse der jeweiligen Einrichtung abgestimmt sind und ggf. die Umsetzung weiterer Themenschwerpunkte (z.B. Arbeitsorganisation, Umgang mit Schichtdienst) erfordern.

Für die einzelnen Einrichtungen werden nach dem BASE-Konzept (Wollesen et al., 2008, 2012, 2016) die folgenden Aspekte umgesetzt: 

·         Erstellung einer Expertenanalyse zur Beschreibung erfolgreicher BGM-Maßnahmen und Projekte in Krankenhäusern und in der ambulanten Pflege,

·         Ermittlung von Setting spezifischen Handlungsbedarfen (Krankenhaus vs. ambulante Pflege),

·         Förderung von Gesundheitspotenzialen von MitarbeiterInnen in Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten über bedarfsgerecht angepasste Interventionen,

·         Umsetzung des Settingansatzes durch die gezielte Erfassung der jeweiligen institutionellen Voraussetzungen, Bedürfnissen und Hürden in den Einrichtungen (mittels Befragungen, teilnehmenden Beobachtungen, Interviews, Fokusgruppen); gleichzeitig werden im Umfeld Netzwerkpartner zur nachhaltigen Umsetzung gesucht,

·         Fokussierung des Pflegepersonals durch die Anknüpfung an bestehende Strukturen des BGMs,

·         Partizipation aller Beteiligten am Gesundheitsförderungsprozess (Personalführung, Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Gesundheitszirkel uvm.) als Kernbaustein des Gelingens des BASE-Konzepts,

·         Förderung von Mobilität/ Ressourcenausbau durch angepasste und digitalisierte Interventionsmaßnahmen.

Die entsprechenden Maßnahmen in den Einrichtungen werden systematisch evaluiert (Struktur, Prozess, Ergebnis), um konkrete Planungs- und Handlungshilfen abzuleiten, die in spätere Schulungsunterlagen oder Handreichungen überführt werden.

Die beteiligten Pflegeeinrichtungen werden anhand ihrer Grundvoraussetzungen (Art des Krankenhauses, Anzahl der Betten, Personalschlüssel, Quartier etc.)  beschrieben, um die Anwendbarkeit des Konzepts unter verschiedensten Bedingungen zu analysieren und somit ein breites Praxisspektrum abzudecken. 

Der Gesamtprozess für die Betriebe stellt sich dabei wie folgt dar: 

•       Bedarfsanalyse nach dem BASE-Konzept (Orientierung an strukturellen betrieblichen Gegebenheiten – u.a. Erfassung von Arbeitsbelastungen; Berücksichtigung des organisatorischen und sozialen Umfelds wie z.B. Arbeitszeiten, Pausengestaltung; Einbindung der Beschäftigten – u.a. durch Befragungen zu Wünschen zur Gesundheitsförderung)

•       Ableitung von Handlungsempfehlungen für BGM/BGF für das jeweilige Setting

•       Integration der jeweiligen institutionellen Voraussetzungen in das Konzept und Anschluss an bestehende Strukturen (z.B. an bestehende Maßnahmen im Rahmen des BGM´s in Krankenhäusern)

•       Abklärung von Kooperationsmöglichkeiten im Zuge des Gesundheitsförderungsprozesses (z.B. mit Unfallkassen und Rentenversicherungsträgern)

•       Gemeinsame Festlegung eines Maßnahmenplans

•       Entwicklung geeigneter Präventionsmaßnahmen für das ambulante Setting und das Setting Krankenhaus

•       Durchführung intensiver, arbeitsplatznaher Maßnahmen (nach Kriterien § 20 SGB V), Verankerung in die Unternehmenskultur

•       Überprüfung der Interventionserfolge

•       Erstellung eines Nachhaltigkeitskonzepts und Überprüfung dessen

•       Überführung der Ergebnisse in eine Broschüre/ Handreichung und zugehörige Publikationen.

PROfit – Prävention Orientierung Training in Pflegeeinrichtungen

Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner sind von Multimorbidität betroffen. Damit einhergehende Einbußen in der motorischen und kognitiven Leistungsfähigkeit führen zu einer abnehmenden Lebensqualität. Ein relativ großer Anteil der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner sind körperlich inaktiv, woraus negative Konsequenzen für die Gesundheit und das soziale Wohlbefinden resultieren können. Zudem kann eine Reduktion der kognitiven Leistungsfähigkeit zu funktionellen Beeinträchtigungen bei der Ausführung elementarer körperlicher (z. B. Treppensteigen) und geistiger (z. B. Orientierung) Tätigkeiten führen. Außerdem beeinträchtigt eine kognitive Einschränkung das Ausüben von Alltagstätigkeiten.

Ziel des, von der Techniker Krankenkasse  geförderten, Modellprojekts „PROfit“ ist die Entwicklung und Evaluation von Interventionsprogrammen, welche kognitives und motorisches Training kombinieren, um sowohl räumliche Orientierung als auch Mobilität von Pflegeheimbewohnerinnen und –bewohnern zur verbessern.

Das Ziel soll in drei Stufen umgesetzt werden:

(1)  Analyse der Bedürfnisse und Hindernisse der Primärprävention von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern zur Umsetzung eines Orientierungstrainings in der Einrichtung

Insgesamt werden 18 Pflegeeinrichtungen aus drei Regionen Deutschlands an „PROfit“ teilnehmen: Berlin, Rhein-Ruhr und Rhein-Neckar-Metropole. Die beteiligten Pflegeeinrichtungen (6 pro Region) werden u.a. basierend auf der Mindestanzahl von 100 Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern pro Einrichtung ausgewählt. Im Anschluss werden gemäß des Konzepts von PROCARE, d.h. unter Einbezug der analysierten Bedürfnisse, Hindernisse und  Ziele der beteiligten Einrichtung, spezifische Interventionsprogramme entwickelt und durchgeführt.

(2)  Implementierung und Evaluation von drei neu entwickelten Interventionsprogrammen

Das übergeordnete Ziel der multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studie ist die Wirksamkeitsprüfung von drei unterschiedlichen Interventionsprogrammen zur Förderung von körperlicher Aktivität, Mobilität im Lebensumfeld und räumlicher Orientierung:

a.    „PROfit basic“: Durchführung von Kraft-, Gleichgewichts-, Gang- und Beweglichkeitsübungen am Ort

b.    „PROfit plus“: die gleichen Übungen wie in a., jedoch mit Ortswechsel im Pflegeheim

c.     „PROfit orientation“: die gleichen Übungen wie in a., jedoch mit zusätzlichen Übungen zur Navigation und räumlichen Orientierung

Die räumliche Orientierung stellt eine Übungskomponente dar, die insbesondere bei Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern in bisherigen Interventionsprogrammen nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Eine Möglichkeit zur Förderung der räumlichen Orientierung im Rahmen von Alltagstätigkeiten bei Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern ist im Sinne der Verhältnisprävention die Implementierung unterstützender Informationen zur Navigation wie zum Beispiel Wegweiser und Hinweisschilder in den Pflegeeinrichtungen. Die explizite Einbindung dieser Orientierungsmöglichkeiten in die Intervention kann die räumliche Orientierung von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern fördern.

(3)  Entwicklung von individuellen Nachhaltigkeitskonzepten für die beteiligten Pflegeeinrichtungen

Dieser  Schritt erfolgt unter aktiver und koordinierter Partizipation der Leitungskräfte, der Belegschaft, sowie den Bewohnerinnen – und Bewohnern. In einem kreativen Prozess wird eine passfähige betriebsbezogene Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet und verbindlich etabliert (z.B. Ausbildung von Multiplikatoren zur dauerhaften Durchführung der Trainungsangebote; Entwicklung von Schulungskonzepten für Pflegekräfte zur besseren Förderung von kognitiven und motorischen Ressourcen im Pflegealltag;  neue Orientierungshilfen in der Einrichtung).

Somit werden im Projekt „PROfit“ Interventionsprogramme integriert, die Navigation und räumliche Orientierung von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern fördern und den Aktivitätsradius in der Einrichtung erhöhen.

Sezen Akman und Lukas Gehrke vom VDI ausgezeichnet

Mit ihrer Master- bzw. Doktorarbeit zum Thema „Entwicklung einer Echtzeit-Evaluationsmethode für die Qualität von virtuellen Realitäten“ wurden am 27. September Sezen Akman und Lukas Gehrke als die besten Absolvent*innen des Jahres 2019 der technischen Studiengänge der Hochschulen der Region durch den Bezirksverein Berlin-Brandenburg im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ausgezeichnet.

Wir gratulieren herzlich!

Link

Veranstaltungskalender des FG

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Kontakt

FG Biopsychologie und Neuroergonomie
Sekr. KWT-1
Gebäude KWT-N, Eing. 1, 2. OG
Fasanenstr. 1
10623 Berlin
Fon +49 (0)30 314 79 508
Fax +49 (0)30 314 79 516