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Imaging Human Brain Activity in Motion | Prof. Dr. Klaus Gramann | 9. Juni 2017

Aktuelle Informationen aus dem Fachgebiet

PROfit – Prävention Orientierung Training in Pflegeeinrichtungen

Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner sind von Multimorbidität betroffen. Damit einhergehende Einbußen in der motorischen und kognitiven Leistungsfähigkeit führen zu einer abnehmenden Lebensqualität. Ein relativ großer Anteil der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner sind körperlich inaktiv, woraus negative Konsequenzen für die Gesundheit und das soziale Wohlbefinden resultieren können. Zudem kann eine Reduktion der kognitiven Leistungsfähigkeit zu funktionellen Beeinträchtigungen bei der Ausführung elementarer körperlicher (z. B. Treppensteigen) und geistiger (z. B. Orientierung) Tätigkeiten führen. Außerdem beeinträchtigt eine kognitive Einschränkung das Ausüben von Alltagstätigkeiten.

Ziel des, von der Techniker Krankenkasse  geförderten, Modellprojekts „PROfit“ ist die Entwicklung und Evaluation von Interventionsprogrammen, welche kognitives und motorisches Training kombinieren, um sowohl räumliche Orientierung als auch Mobilität von Pflegeheimbewohnerinnen und –bewohnern zur verbessern.

Das Ziel soll in drei Stufen umgesetzt werden:

(1)  Analyse der Bedürfnisse und Hindernisse der Primärprävention von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern zur Umsetzung eines Orientierungstrainings in der Einrichtung

Insgesamt werden 18 Pflegeeinrichtungen aus drei Regionen Deutschlands an „PROfit“ teilnehmen: Berlin, Rhein-Ruhr und Rhein-Neckar-Metropole. Die beteiligten Pflegeeinrichtungen (6 pro Region) werden u.a. basierend auf der Mindestanzahl von 100 Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern pro Einrichtung ausgewählt. Im Anschluss werden gemäß des Konzepts von PROCARE, d.h. unter Einbezug der analysierten Bedürfnisse, Hindernisse und  Ziele der beteiligten Einrichtung, spezifische Interventionsprogramme entwickelt und durchgeführt.

(2)  Implementierung und Evaluation von drei neu entwickelten Interventionsprogrammen

Das übergeordnete Ziel der multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studie ist die Wirksamkeitsprüfung von drei unterschiedlichen Interventionsprogrammen zur Förderung von körperlicher Aktivität, Mobilität im Lebensumfeld und räumlicher Orientierung:

a.    „PROfit basic“: Durchführung von Kraft-, Gleichgewichts-, Gang- und Beweglichkeitsübungen am Ort

b.    „PROfit plus“: die gleichen Übungen wie in a., jedoch mit Ortswechsel im Pflegeheim

c.     „PROfit orientation“: die gleichen Übungen wie in a., jedoch mit zusätzlichen Übungen zur Navigation und räumlichen Orientierung

Die räumliche Orientierung stellt eine Übungskomponente dar, die insbesondere bei Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern in bisherigen Interventionsprogrammen nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Eine Möglichkeit zur Förderung der räumlichen Orientierung im Rahmen von Alltagstätigkeiten bei Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern ist im Sinne der Verhältnisprävention die Implementierung unterstützender Informationen zur Navigation wie zum Beispiel Wegweiser und Hinweisschilder in den Pflegeeinrichtungen. Die explizite Einbindung dieser Orientierungsmöglichkeiten in die Intervention kann die räumliche Orientierung von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern fördern.

(3)  Entwicklung von individuellen Nachhaltigkeitskonzepten für die beteiligten Pflegeeinrichtungen

Dieser  Schritt erfolgt unter aktiver und koordinierter Partizipation der Leitungskräfte, der Belegschaft, sowie den Bewohnerinnen – und Bewohnern. In einem kreativen Prozess wird eine passfähige betriebsbezogene Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet und verbindlich etabliert (z.B. Ausbildung von Multiplikatoren zur dauerhaften Durchführung der Trainungsangebote; Entwicklung von Schulungskonzepten für Pflegekräfte zur besseren Förderung von kognitiven und motorischen Ressourcen im Pflegealltag;  neue Orientierungshilfen in der Einrichtung).

Somit werden im Projekt „PROfit“ Interventionsprogramme integriert, die Navigation und räumliche Orientierung von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern fördern und den Aktivitätsradius in der Einrichtung erhöhen.

Sezen Akman und Lukas Gehrke vom VDI ausgezeichnet

Mit ihrer Master- bzw. Doktorarbeit zum Thema „Entwicklung einer Echtzeit-Evaluationsmethode für die Qualität von virtuellen Realitäten“ wurden am 27. September Sezen Akman und Lukas Gehrke als die besten Absolvent*innen des Jahres 2019 der technischen Studiengänge der Hochschulen der Region durch den Bezirksverein Berlin-Brandenburg im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ausgezeichnet.

Wir gratulieren herzlich!

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